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Prolog

Die Zeit

Die mächtigste Macht die man in dieser Welt kennt und die Jahrmillionen ein und dem selben Ablauf gefolgt war: Einfach nur zu vergehen.

Doch geschah es vor fast eintausend Jahren, dass sich diese Macht erhob und veränderte – und die ganze Welt veränderte sich mit ihr.

Aus unerfindlichen Gründen heraus, beschloss die Zeit, die Welt, wie man sie damals kannte, von Grund auf umzuformen.

Und so entstanden drei Zonen.

Die Zeitzonen.

Drei Welten, die parallel zueinander existieren. Und obzwar jede Welt für sich selbst lebt, scheinen sie alle voneinander abhängig zu sein. Gleich einer starken Droge, ziehen sie ihre Stärken und Schwächen voneinander.

Diese drei Welten, die nach dem großen Umbruch entstanden sind, gleichen dem, was man einst als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bezeichnete. Doch sind sie in diesem System nicht mehr länger miteinander verbunden. Denn die Zeit entschied sich für eine neue Ordnung.

Die Ordnung.

Sie wurde zur direkten Untergebenen der Zeit. Sie achtet darauf, dass nichts den Lauf stört, den die Zeit für diese Welt ausersehen hat.

Und so bleiben die drei Zonen füreinander. Nichts weist in der einen auf die Existenz einer der anderen hin. Auch wenn es ab und an zu kleinen Zonenverschiebungen kommt.

In der ersten der drei Zonen leben die Menschen seit dem große Umbruch der Zeit weiter, wie man es kennt.

Sie gehen ihren alltäglichen, bekannten Arbeiten nach. Die Wissenschaft und das Forschen beanspruchen noch immer das größte Interesse der Menschheit. Und noch immer plant man für den ersten Marsspaziergang eines Menschen.

Nur sehr wenigen, auserwählten Menschen ist der große Umbruch der Zeit und die Existenz der anderen Zonen bekannt.

Und die Auswahl derjenigen traf und trifft noch immer die Futura.

Die Futura.

Eine mächtige Organisation die sich sogleich nach dem großen Umbruch geformt hatte. Sie ist über alles Wichtige im Bilde und weiß genau, was in den drei Zonen vor sich geht. Sie gab ihnen ihre Namen: cingulus praeteritus, die vergangene Zone, cingulus praesentarius, die gegenwärtige Zone und cingulus futurus, die künftige Zone. Sie entschied sich für diese alte Sprache, um der Zeit damit ihren Respekt zu zollen.

Die Futura hatte sich in der zweiten Zone gebildet, in der künftigen Zone.

Dies ist eine Zone, wie die Welt tausend Jahre später hätte sein können – ohne den großen Umbruch. Hier gibt es die fortschrittlichste Technologie. Die Medizin schafft es inzwischen fast alle Krankheiten problemlos zu heilen, selbst alle Formen von Krebs und gar Aids. Die Erde bietet kaum etwas, was es noch zu erforschen Wert währe und so macht sich der Mensch auf nun auch das Weltall in seinen Besitz zu bekommen – das eigene Sonnensystem interessiert dabei kaum noch.

Jeder hier in dieser Zone weiß um den großen Umbruch bescheid. Die Kinder lernen in ihrem Unterricht – der nur noch selten in Schulen stattfindet – nicht nur die Geschichte ihrer eigenen, sondern auch die der anderen Zonen.

Und dank all diesem Wissen fühlen sich die Menschen der künftigen Zone denen der anderen weit überlegen. Und außerdem gibt es ja auch immer noch die Futura, die sich nach der Zeit und der Ordnung selbst als mächtigste Macht der drei Zonen gibt.

Ihren Sitz hat die Futura schon immer in der cigulus futurus, doch erstreckt sich ihr Einflussgebiet in jede der Zonen.

So auch in die vergangene Zone.

Hier leben die Menschen, wie sie tausend Jahre vor dem großen Umbruch lebten. Adelige  verkörpern die Macht, Könige herrschen. Das wiedergekehrte Hochmittelalter.

Doch ist die vergangene Zone nicht die Vergangenheit der gegenwärtigen und schon gar nicht die der künftigen. Und niemals wird man in den Geschichtsbüchern der cingulus praeteritus von Caesar oder Dschingis Khan lesen. Dafür hingegen von Adalrich, dem Mächtigen oder dem herrschenden Hochkönig Aroldo.

Keiner, nicht ein einziger, weiß von dem großen Umbruch. Nur die abgesandten der Futura, die sich in dieser Zone niedergelassen haben, besitzen dieses Wissen, doch hüten sie sich wohl davor es preiszugeben.

Und einen gravierenden Unterschied gibt es noch zu den beiden anderen Zonen; in diese eine Zone hatte die Zeit es sich erlaubt Magie zu bringen. Nur ein wenig. Ein paar seltene magische Wesen und seltene magische Kräfte. Dinge, die für die Ordnung nur sehr schwer zu kontrollieren sind. Und für die Futura noch schwieriger. Weshalb das geschah ist ebenso unklar, wie der große Umbruch selbst. Doch die Futura lässt nichts unversucht, diese Magie, die ihr zur Gefahr werden könnte, bis ins Letzte auszumerzen. Und inzwischen scheint es, als habe sie es tatsächlich geschafft; nur noch ein wenig unreine Magie ist übrig geblieben.

Eine Sache gibt es, die alle drei Zeitzonen miteinander verbindet, ein Schicksal, welches jeder Mensch in ihnen teilen muss. Die Zonen haben keine Vergangenheit und keine Zukunft. Es existiert immer nur das jetzt. Natürlich tragen Menschen Erinnerungen mit sich, Erinnerungen an ihr bisheriges Leben. Und in den Schulen wird die Geschichte der Zone gelehrt. Doch eine Vergangenheit als solche gibt es nicht. Und sie leben ihr Leben, ohne dass ihnen die Zukunft vorherbestimmt ist.

Die Futura ist mit sich zufrieden, niemand versucht sich ihr zu wiedersetzten.

Doch das Millennium naht und die Zeit beginnt sich wieder zu regen. Sie wählte sich zwei Menschen, denen sie das Schicksal der Zonen in die Hände legt, um im Jahr des Millenniums einen neuen Umbruch zu vollführen.

So steht es in den alten Schriften des großen Umbruchs geschrieben.

Doch die Machtgier der Futura verändert alles.

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