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BlackRose Sets Foot on The World

Dunkelheit umgab mich, mit Ausnahme des Lichts des blutroten Mondes. Etwas kitzelte meine Füße. Ich schaute hinunter und sah purpurne Rosenblätter. Plötzlich schien mich der Blumenduft zu ersticken. Ich versuchte mich zu bewegen, zu atmen, zu entkommen. Ich war alleine in der Wildnis. Dann sah ich sie.
Sie stand an einem weit entfernten Hügel, ihre Silhouette umgeben vom schaurigen Mondlicht. Ich ging auf sie zu, aber mein Körper fühlte sich schwer an, niedergedrückt. Dennoch schleppte ich meine Füße vorwärts, Schritt für Schritt, Meter für elenden Meter. Ich musste mit ihr reden.
Ich kam näher. Ich konnte sehen wie ihre Haare im Wind wogen. Sie stand mit dem Rücken zu mir. Langsam konnte ich sie genauer im dunkelroten Mondlicht erkennen. Sie trug ein Nachthemd aus Seide, aber es war zerschlissen und zerfetzt. Ihre Arme und Beine waren übersät mit Wunden. Trotzdem war sie noch immer wirklich schön.
Schließlich stand ich nah genug um sie berühren zu können. Ich streckte meine Hand aus um sie an der Schulter zu fassen, aber als ich das tat wirbelte ein plötzlicher Windstoß einen Wirbelsturm aus Rosenblättern durch die Luft. Langsam drehte sie sich zu mir um. Blutende Tränen rannen ihr Gesicht hinab.
Ich versuchte zu sprechen, zu schreien, aber kein Laut entwich meiner Kehle als ich in mein eigenes, angsteinflößendes Spiegelbild starrte.
 
~*~
 
Ich erwachte, zitternd, mit durstiger Kehle. Ich was im Stuhl neben meinem Bruder eingeschlafen.
Fumikazu lag im Krankenhausbett; überall steckten Schläuche in ihm. Die einzigen Geräusche, die von ihm kamen, waren die des Beatmungsgerätes und der Maschinen, die seinen Biorhythmus aufzeichneten. Ich griff hinüber und hielt seine Hand. Als ich seine geschlossenen Augenlieder sah, konnte ich nicht anders als zu fragen: „Was ist passier, kleiner Bruder? Wie lange willst du noch schlafen?“
Ich hatte den Traum das erste Mal, nachdem Fumikazu zusammengebrochen war. Jetzt kam der Alptraum regelmäßig.
Ich fühlte, wie eine Träne meine Wange hinablief. Ich wand den Blick vom ausdruckslosen Gesicht meines Bruders ab und stand auf um zu Gehen.
Auf der Busfahrt vom Krankenhaus nach Hause schaute ich aus dem Fenster. Als ich die Abendsonne sah, fragte ich mich, ob Fumikazu jemals wieder so etwas Schönes sehen werde.
Ich war froh, dass ich ihn im Krankenhause besuchen konnte, um ihm zu helfen, wie es mir nur möglich war. Meine Nachmittage verbrachte ich normalerweise mit Tennistraining, aber das Team hatte sich heute einen Tag frei genommen, also war ich in den Bus gesprungen um Fumikazu zu sehen, bevor die Besuchszeit endete.
Wenn ich es mir recht überlege, war das letzte Mal, das ich kein Tennistraining hatte, der Tag an dem das alles begann…
 
~*~
 
Sobald ich an jenem Tag durch die Haustür gegangen war, konnte ich Kouta hören, der unsere Mom aus dem Wohnzimmer rief.
„Mama, spiel mit mir!“
Ich fand Kouta, wie er am Saum von Mom’s Hose zog, während sie telefonierte. Ich rannte hinüber um zu helfen.
„Kouta, lass Mom in Ruhe, solange sie sich unterhält. Warum spielst du nicht mit mir?“ Ich setzte mich runter zu ihm.
„Willst du malen?“, fragte er.
„Lass und ein Spiel spielen.“ Ich hatte null künstlerisches Talent und hasste Malen mehr als alles andere.
„Lass uns malen! Ich will was malen!“, bestand er.
„Okay.“ Ich seufzte. „Geh und hol etwas Papier und Stifte.“
Während er zur Schublade mit dem Material ging, hing meine Mom das Telefon auf.
„Danke, Akira. Ich kann übernehmen.“ Dann wand sie sich an meinen kleinen Bruder. „Kou, willst du mit Mommy malen?“
Kouta schmiegte sich an mein Bein. „Ich werde mit ihr malen.“
„Jetzt komm, Kou. Deine Schwester ist gerade erst von der Schule nach Hause gekommen. Sie muss sich umziehen.“
Kouta nickte.
„Wir spielen, wenn ich mich umgezogen habe, okay?“
Widerstrebt willigte er ein und ich ging die Treppe hoch.
„Wenn du fertig bist, frag Fumikazu ob er runterkommt, okay?“, fragte meine Mom.
Ich zog mich schnell um und klopfte an Fumikazus Tür. Er antwortete nicht, also trat ich ein. Er saß vor seinem PC und trug seine Schutzbrille.
Mein kleiner Bruder liebte Online-Spiele. Zur Zeit war er von etwas besessen, das sich The World nannte.
„Ist das alles, was du jemals tust? Videospiele spielen?“ Ich schrie, damit er mich hören konnte.
Fumikazu drehte sich vom Bildschirm weg und riss sich die Schutzbrille vom Kopf. „Das ist ein Riesenspaß. Du solltest es mal versuchen!“
„Du weißt, dass ich Rollenspiele hasse.“ Ich hatte zuvor ein paar getestet, aber aufgegeben sobald ich bei einem Rätsel oder so was nicht weiterkam.
„Aber das hier ist anders als andere RPG“, protestierte er. „Du kannst mit verschiedenen Mitgliedern von überall auf der Welt interagieren. The World ist vielleicht virtuell, aber diese Leute sind real!“
Ich seufzte. „Richtig. Und du musst böse Monster jagen und Drachen erlegen und jeder ist ein Held, stimmt’s? Das ist so albern.“
„Nein! Du verstehst das nicht. Es gibt nur zwei Helden – Die Nachfahren Fiannas! Das sind die einzigen, die das The One Sin Ereignis aufklären konnten!“
Wessen Nachfahren? Ich verstand kein Wort von dem, was er sagte. Er hätte genauso gut eine andere Sprache sprechen können.
Fumikazu musste meine Skepsis bemerkt haben, als er sich wieder seinem Controller zuwand und murmelte: „Nun, wenn du’s versuchen würdest, würd’s dir Spaß machen.“
Was er sagte erinnerte mich an etwas. Meine Schulfreunde hatten sich vor Kurzem über The World unterhalten. Irgendwas über irgendjemandes oder anderer Nachkommenschaft und kämpfen mit Wellen und Schwertern… Weil ich damit nichts zu tun hatte, hatte ich nicht richtig aufgepasst, wenn sie über dieses Thema sprachen.
„Hey, komm her!” Fumikazu winkte mich zu seinem Monitor. „Lass mich dir nur was zeigen!“
„Ich kann nichts sehen“, sagte ich ihm.
„Oh. Lass mich mein FMD wechseln.“
„Dein was?“
„FMD bedeutet Face Mount Display“, erklärte er.
„Oh, du meinst deine doofe Schutzbrille?“
Als er gewechselt hatte sah ich ein Menü auf dem Bildschirm auftauchen. Im obersten Fenster war das D-Symbol, gefolgt von den drei Worten: Lonely, Corrupt, Spiral.
„Was ist das?“, fragte ich.
„Da geh ich hin, wenn ich das Tor auf dem Delta-Server betrete. Hier, ich lass dich meinen nächsten Zielort bestimmen. Du musst die Worte in die drei Auswahlfelder eingeben.“
„Nur irgendein Wort?“
„Nein.“ Er schaute genervt. „Sie müssen in diesen Menüs gelistet sein.“
Er klickte eins an und eine lange Auswahlliste erschien. „Da sind drei Teile – A, B und C, klar?“
„Okay.“ Ich nickte.
„Wähle eins von den Worten als meine erste Koordinate aus.“ Fumikazu löschte die drei vorherigen Worte und markierte das Feld für Teil A.
„Ich kann irgendeins von diesen Worten auswählen?“
„Genau. Wenn du alle drei Koordinaten ausgefüllt hast, gelangst du in das dazugehörige Feld.“
Ich verstand nicht wirklich worum es ging, aber drei Dinge aus einer Liste auszusuchen war einfach genug. Ich lehnte mich näher an den Monitor und bemerkte einen Junge im Hintergrund, der einen weißen Umhang trug. War das Fumikazus Character? Er sah dem echten Fumikazu so ähnlich, dass ich nicht anders konnte als zu lachen.
„Warum lachst du?“
„Über dich, Idiot!“ Ich deutete auf den Character auf dem Display.
„Das ist ein einwandfreier Wavemaster.“
„Wavemaster? Was ist das?“
Fumikazu schaute mich an, als wäre ich ein Idiot. „Jemand, der Magie benutzt, wie ein Zauberer. Aber hier werden sie Wavemaster genannt.“
„’Wavemaster’ hört sich schwächlich an.“
„Für dich vielleicht.“
„Ich würde nie so ein Weichei sein wollen, wie der da.“
„Seit still.“
„Ist das der Grund, weshalb du willst, dass ich spiele, damit du mich verfluchen kannst, sodass ich deine Hausaufgaben mache?“ Ich stieß ihn in die Seite.
„Hör auf! Ich denke nur, dass es dir Spaß machen würde.“
„Aber nicht als alberner Wavemaster.“
„Nein, ich denke du wärst eine gute Heavy Blade. Das sind Krieger, Sis.“
„Kein Interesse.“ Ich zuckte die Achseln.
„Warum nicht? Ich glaube, du wärst cool, wenn du Monsterköpfe mit einem großen Schwert zerhackst.“
„Ja, klar.“ Ich kehrte zurück zum Menü, das er geöffnet hatte und deutete auf eines der Worte.
Hidden.
Er klickte es an und ein zweites Menü öffnete sich.
„Okay, such dir ein andres aus. Welches ist das nächste?“, fragte er.
Fumikazu scrollte langsam die Auswahlliste runter. Anders wie beim ersten Menü hatten manche Auswahlmöglichkeiten mehr als ein Wort, aber dieses zusätzliche Bisschen Vielfalt hinderte nichts daran, dass ich mich begann zu langweilen. Ich suchte mir das Nächstbeste aus. „Um… Wie wäre es mit Forbidden?“
„Hidden, Forbidden. Hört sich vielversprechend an.“ Er lächelte.
Dann öffnete er das C-Gruppen Menü. Ich wusste welche Wahl ich wollte sobald ich sie sah. „Wie wär’s mit Holy Ground als Letztes?“
„Perfekt! Hidden, Forbidden, Holy Ground.”
Wenn ich an diesen Moment zurückdenke, war das ein schicksalhafter Wendepunkt. Wenn es nur einen Weg gegeben hätte, zu wissen, was für verheerende Konsequenzen meine Wahl später gehabt hätte… Doch zu diesem Zeitpunkt waren wir beide gleichermaßen unwissend.
„Das hört sich großartig an“, sagte Fumikazu. „Ich wette, da gibt’s eine Menge Monster zu töten.“
Ich erinnerte mich daran, das Mom unten auf uns wartete. „Mom wird dich töten, wenn du deinen Hintern nicht zum Abendessen bewegst.“
„Okay, ich bin in einer Minute unten.“
Der Monitor wurde leer, als er seine Schutzbrille oder FMD oder wie sich das Ding auch immer nannte wieder über die Augen zog.
Ich schüttelte den Kopf und ging die Treppe hinunter, mit den Gedanken bei den verrückten Worten, die ich ausgesucht hatte: Hidden, Forbidden, Holy Ground. Ich hasste es, es mir einzugestehen, aber irgendwie hörten sie sich cool an.
Unten fand ich Kouta mit seinen Buntstiften malen.
„Was machst du, Kouta?“ Ich sah auf das Papier. Es waren fünf undeutliche, menschenförmige Kleckse in verschiedenen Farben gemalt. Ich vermutete, unsere Familie.
Mom kam aus der Küche. „Wo ist Fumikazu?“
„Uh, beendet sein Spiel. Er sagte, er ist in einem Moment unten.“
Dann tat es einen Schlag worauf ein schwerer Aufprall folgte. Mom und ich wechselten Blicke.
„Fumikazu?“, rief ich. „Alles in Ordnung da oben?“
Stille war die einzige Antwort.
Ich rannte die Treppe hoch und warf seine Tür auf. Fumikazu lag ausgestreckt auf dem Rücken, vollkommen regungslos, seine Beine in den Schreibtischstuhl verheddert und seinen Controller immer noch fest mit den Händen umklammert.
„Was ist passiert?“, schrie ich.
Ich schüttelte ihn, aber er reagierte nicht. Ich riss die Schutzbrille von seinem Kopf. Seine Augen waren leer, die Äpfel nach hinten verdreht. Er bewegte sich nicht.
„Wach auf!“ Ich schlug ihm auf die Wange. Er war aschfahl.
Auf wackligen Beinen rannte ich die Treppe hinunter. Ich versuchte Mom zu sagen, dass wir den Notarzt rufen mussten, aber ich konnte nur schluchzen.
„Akira, was ist passier?!“, schrie meine Mutter.
Mein Herz pochte; ich konnte nicht denken. Ich sank auf den Boden als sie die Treppe hochrannte.
Die Sirene des Notarztes brachte mich zurück. Ich hob meinen Kopf und bemerkte meine Mutter am Rande der Tränen.
„Akira, du musst dich wieder einkriegen! Ich brauche dich um auf Kouta aufzupassen, in Ordnung?“ Einen Moment später war sie gegangen.
Ich hörte, wie sich die Sirene in der Ferne verlor. Mit Kouta auf dem Arm taumelte ich die Treppe hoch in Fumikazus Zimmer. Mein Fuß stieß versehentlich gegen die Schutzbrille, welche nun auf dem Boden lag. Licht drang aus dem eingebauten Display.
Ich setzte Kouta auf dem Buden ab und schaute durch die Schutzbrille. Ich konnte nicht glauben, was ich sah.
Das Bild sah aus wie das Innere einer Kirche. Aber für mich war es ein Teufelsplatz. Auf dem Altar stand die Statur eines an Ketten gebundenen Mädchen. Das ist ein Spiel? Es erschreckte mich.
Plötzlich fror das Bild ein und wurde durch die blinkenden Worte SYSTEM ERROR ersetzt.
Ich legte die Schutzbrille beiseite und sah wie Kouta spielerisch auf der Tastatur herumtippte.
„Tut mir Leid“, entschuldigte er sich.
„Schon okay.“ Ich umarmte ihn fest.
Als Mom schließlich nach Hause kam, war ihr Gesischt angeschlagen von Kummer, als sie uns die schlechte Neuigkeit berichtete – Fumikazu lag im Koma. Das schien undenkbar für mich. War das Spiel dafür verantwortlich oder stimmte mit Fumikazu etwas anderes nicht?
Dad war fassungslos als er das hörte. Ohne viele weitere Worte zu verlieren, gingen wir diese Nacht zu Bett. Ich konnte nicht schlafen; Gedanken um meinen Bruder verfolgten mich jede Sekunde.
 
~*~
 
Eine Erhebung in der Straße stieß mein Bewusstsein zurück in die Busfahrt vom Krankenhaus nach Hause. Ich fühlte mich plötzlich, als hätte ich mich wider an einen wichtigen Anhaltspunkt erinnert. Fumikazu bewusstlos auf seinem Zimmerboden zu finden hat mich die Einzelheiten meiner Erinnerung für kurze Zeit vergessen lassen, aber warum hatte ich mich bis jetzt nicht mehr daran erinnert?
In den Tagen nach seinem Zusammenbruch hab ich alles gelesen was ich finden konnte ob ein Videospiel dafür verantwortlich für Fumikazus Koma sein konnte oder nicht. Eine Sache, die ich herausfand, war über einen Zustand, den man PCR oder Photoconvulsive Response nannte, welcher eintrat, wenn Bilder rasch an und aus flackerten. Manchmal war das die Ursache von Anfällen, aber nur wenn man auch anfällig für solche Dinge war. Ich fand einen Artikel, der besagte, ein Programm namens „Deadly Flash“, welches dieses Phänomen ausnutzte, hatte sich vor über einem Jahr im Netz ausgebreitet, als eine kranke Art von Spaß. Wie auch immer, es gab in den letzten sechs Monaten keinen solcher Vorfälle mehr. Aber Fumikazu war mitten im Spiel gewesen, also wäre es denkbar, dass ein externes Programm dafür verantwortlich war. Allerdings ließen die Auswirkungen von PCR ziemlich schnell nach, aber Fumikazu wachte nicht aus seinem Koma auf, also konnte es das nicht sein.
Aber wenn ich jetzt an die Worte zurückdachte, die ich im Spielmenü ausgesucht hatte – Hidden, Forbidden, Holy Ground – wurde ich das Gefühl einfach nicht los, dass irgendwie das Spiel, oder besser ich (weil ich die Worte ausgesucht hatte), dafür verantwortlich ist, dass er im Koma lag. Und seit er zusammengebrochen war, hatte ich immer wieder den selben Traum.
Und die Kirche, die ich gesehen habe, mit ihrer gruseligen Statue… Plötzlich erinnerte ich mich an eine Unterhaltung, die ich vor einem Monat beim Mittagessen mit meinen Freunden hatte. Shoukos Freund Yuuji fing mit dem Thema The World an.
“Ich hab gehört, dass ein neuer Geist aufgetaucht ist. Du auch?“
„Ja, ich hab’s im BBS gelesen“, antwortete Shouko.
„Ist das eine Art Ereignis?“, klinkte sich Miho in die Unterhaltung ein.
„Hey, warum treffen wir uns heute Abend nicht in der Kirche?“, schlug Yuuji vor.
„Nein! Es könnte dort wirklich spuken“, erwiderte Shouko.
„Es ist nur ein Spiel“, entgegnete er.
Damals hab ich das meiste was sie sagten ignoriert. Aber jetzt wirbelte die Erwähnung einer Kirche, eines Geist und das, was ich durch die Schutzbrille gesehen habe durch meinen Kopf. Ich begriff, dass ich das alles besser verstehe, wenn ich selbst dorthin ging.
Ich entschied mich dazu, The World auszuprobieren.
Aber was, wenn es mir wie Fumikazu ergeht? Meine armen Eltern wären am Boden zerstört! Vielleicht sollte ich nach alldem nicht gehen. Aber wenn ich nicht gehe, werde ich nie herausfinden, was vor sich geht.
Wäre das alles passiert, wenn ich nicht diese Worte ausgesucht hätte? Wenn er meinetwegen ins Koma gefallen war, dann war es meine Pflicht alles zu tun was ich konnte um ihm zu helfen.
Als ich endlich nach Hause kam, ging ich hoch in mein Zimmer und setzte mich vor meinen Computer. Ich loggte ein und registrierte einen neuen Account, entschlossen meinen eigenen Character zu kreieren. Ich erinnerte mich daran, dass Fumikazu meinte ich mache eine gute Heavy Blade aus, also wählte ich das als meine Class. Als nächstes wurde ich dazu aufgefordert Punkte zwischen physischer und magischer Offensive und Defensive aufzuteilen. Da ein großes Schwert herumzuschwingen nur physische Kraft beansprucht, legte ich die meisten Punkte auf physische Offensive.
Zuletzt wurde ich nach meinem Charactername gefragt. Sie war ein Mädchen, also dachte ich zuerst an etwas anmutiges. Dann dachte ich an Fumikazu, der in seinem Krankenhausbett lag und an die kleinen Brüder, die sich darauf verlassen können sollten, von ihren großen Schwestern beschützt zu werden. Und dann kam mir der Traum wieder in den Sinn, in dem mein anderes Ich immer ein rabenschwarzes Abendkleid trug, umgeben von Rosenblättern. Die Art, wie sie dastand, stark und schön obwohl mit Wunden übersät, mit mir ihren Nachhalt fand – ich litt meinem Bruder zuliebe, aber ich wollte stark sein und meinen Schmerz wohl überlegt trotzen, ebenso der Dunkelheit, die mich in sich einzuschließen drohte.
Ich riss mich zusammen und tippte den Namen ein.
Und in diesem Moment tat BlackRose ihren ersten Schritt auf dem Grund von The World.

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